Das ausgebrannte Innere des Wagens des AfD-Politikers.

Foto: Eric Richard

BerlinIn der Nacht zum Donnerstag gab es in Berlin-Pankow einen Brandanschlag auf das Auto eines AfD-Politikers. Der Staatsschutz im Landeskriminalamt hält die Wahrscheinlichkeit für hoch, dass Linksradikale diese Tat verübten.

Seit Bestehen der AfD werden ihre Mitglieder und Funktionäre überall in Deutschland attackiert - nicht nur mit Worten, sondern eben auch mit Farbbeuteln und mitunter auch Knüppeln; ihre Autos gehen in Flammen auf. Meist haben linksextreme „Aktivisten“ zuvor die Privatadressen von Abgeordneten im Netz veröffentlicht oder „Outing-Aktionen“ gestartet mittels ausgehängter Zettel, um der Nachbarschaft mitzuteilen, dass ein Nazi oder Rassist unter ihnen lebe. So war es auch bei Ronald Gläser, dem AfD-Vize-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, dessen Auto in der Nacht zum Donnerstag in Pankow angezündet wurde.

Die Empörung der anderen im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien über den Brandanschlag hielt sich am Donnerstag in Grenzen. Zum Vergleich: Als Linksradikale vor kurzem das Wahlbüro von SPD-Innensenator Geisel mit Steinen und Farbe demolierten, äußerten Politiker aller Parteien ihre berechtigte Sorge und Entrüstung. Bei diesen Statements war der Tenor in etwa derselbe. Gewalt sei der falsche Weg, um politische Ziele durchzusetzen. Mit solchen Aktionen werde die Demokratie untergraben.

Das ist richtig. Das gilt aber auch für physische Angriffe auf die AfD. Diese zu relativieren nach dem Motto „Gute Gewalt – schlechte Gewalt“, Anschläge zu verschweigen oder gar gutzuheißen macht alles nur schlimmer. Es liefert all jenen Argumente, die in den Antifa-Trupps staatlich geduldete rotlackierte Faschisten sehen. Und es untergräbt die Demokratie ebenfalls. Deshalb müssen diese Taten genau so intensiv verfolgt werden wie rechte Anschläge.