Mit ihr kann man ein Essen gewinnen. Gegessen wird dann aber nicht auf dem Bett, sondern an einem Tisch - Barbara Schöneberger
Foto. Christian Schulz

BerlinDie Abende, mit denen die Bürgerstiftung Berlin engagiert um Geld für ihre Projekte bettelt, sind inzwischen legendär. Und weil es dabei um die Finanzierung verdienstvoller Programme wie das der 500 Lesepaten geht, die in Schulen und Kitas mit den Kindern lesen, ist dagegen ja auch nichts zu sagen. 

Das Problem dieser Tage: unter den Bedingungen der Corona-Pandemie darf es solche Abende nicht geben. Wenn der Spendenfluss nicht völlig versiegen soll, sind jetzt kreative Ideen gefragt. Auktionator Kilian Jay von Seldeneck, Gründer von KvS Auctions, hat deshalb eine Online-Vorfreude-Auktion organisiert. Bei der lassen sich besondere Erlebnisse für die Zeit nach den größten Corona-Einschränkungen ersteigern.

Der Auktionator erklärt seine Motivation so: „Wir wollen der Stadt zeigen, dass es weitergeht.“ Geboten werden kann unter kvs-auctions.de schriftlich, per Telefon und online bei der Live-Auktion am Sonnabend ab 17 Uhr. Zu ersteigern gibt es einen Besuch bei Star-Friseur Shan Rahimkhan. Am Donnerstag waren schon 500 Euro dafür geboten.

Moderatorin und Entertainerin Barabara Schöneberger offeriert den Besuch eines Fotoshootings für ihr Magazin „Barbara“ und ein anschließendes gemeinsames Mittagessen. Kunstsammler Christian Boros bietet sich als kundiger Führer durch seine Sammlung im ehemaligen Reichsbahnbunker Friedrichstraße an.

Unter den 15 Versteigerungslosen gibt es etwas besonders Leckeres: Zweisternekoch Hendrik Otto aus dem Adlon bewirtet acht Personen mit einem 6-Gänge-Menü im Resort 25 Teiche, etwa 100 Autokilometer vom Alexanderplatz entfernt. 18 Gebote gingen bisher schon auf 1700 Euro hoch. Der bisherige Star der Auktion ist allerdings Kunstsammlerin Julia Stoschek. Für die Führung durch ihre Sammlung in der Leipziger Straße werden schon 4 000 Euro geboten.

Vera Gäde-Butzlaff, Vorsitzende des Vorstands der Bürgerstiftung Berlin, freut sich: „Die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen geraten durch die Coronakrise ja auch zunehmend ins Hintertreffen. So sind wir besonders froh, dass unsere Projektarbeit durch Kilian von Seldeneck gerade jetzt eine besondere Unterstützung erhält, wenn die Arbeit unserer ehrenamtlichen Paten allmählich wieder beginnen kann.“