Schon Tage vor dieser Feier hatten einige Schulleiter den Druck auf Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) verschärft – und ihre Forderungen erneuert. Am Montagabend dann kam es zum Aufeinandertreffen, als der einflussreiche Berliner Gymnasialschulleiterverband sein 25-jähriges Bestehen in der Aula des Pankower Rosa-Luxemburg-Gymnasiums feierte. Eine Schüler-Bigband spielte, es gab Loriot-Sketche und drei ehemalige Bildungssenatoren berichteten von früher. Scheeres hielt die Begrüßungsrede.

Wahrlich kein Heimspiel für die Senatorin, auch wenn sie in der Nähe wohnt. Denn die SPD-geführte Bildungsverwaltung steht seit Jahren im Ruf, die Berliner Gymnasien stiefmütterlich zu behandeln. Die Senatorin machte dann auch sogleich eines klar: „Ich will am Mittleren Schulabschluss für Zehntklässler an Gymnasien festhalten“, sagte sie. Schon das ist ein Streitpunkt. Denn der Schulleiterverband fordert, dass an Gymnasien die umfangreichen Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) in der 10. Klasse entfallen. Der große Aufwand sei nicht gerechtfertigt, argumentieren sie, zumal mehr als 95 Prozent der Zehntklässler die MSA-Prüfung bestehen. Dafür falle viel Unterricht aus.

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