157 Unterstützer hatten per Crowdfunding für die neue App gespendet. „Das Geld geht jetzt zurück an die Spender“, sagt Initiator Heinrich Strößenreuther. Bei einer Crowdfunding-Aktion gilt das Prinzip „Alles oder Nichts“. Erreicht ein Projekt nicht die erforderliche Summe, müssen die Geldsammler die eingegangenen Spenden zurückzahlen.

Strößenreuther will seinen Plan aber nicht aufgeben. „Wir haben an den unterschiedlichen Reaktionen gemerkt, es gibt einen großen Handlungsbedarf. Wir haben einen Nerv getroffen“, sagt er. Mit der App sollten Radfahrer falsch parkende Autofahrer auf einer virtuellen Karte markieren und den Fahrzeughalter bei mehrfachen Verstößen per Handy an das Ordnungsamt melden können.

Das Projekt hatte zahlreiche Gegner und Unterstützer aktiviert. „Es gab etliche Anfeindungen“, sagt Strößenreuther, der früher Greenpeace-Kampagnen organisiert hat. Er sieht seine App als Beitrag für mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger, will die Möglichkeiten der App nun aber „etwas ruhiger planen und gewisse Punkte überdenken“. Der Bezirk Pankow kooperiert mit den Entwicklern der App.

Strößenreuther sucht nun nach neuen Geldquellen. Er sei im Gespräch mit Fahrradherstellern und den Organisatoren von Fahrradmessen, sagt er. (str.)