Berlin - Der Mensch wächst mit Dingen auf. Sie verändern sich, verschwinden. Und wenn sich alte Leute irgendwann über die Welt aufregen, die „früher ganz anders war“, meinen sie im Grunde die Vielzahl neuer Dinge, mit denen sie nichts mehr anfangen können. Zugleich klagen sie über das verschwundene Vertraute.

Auch mein Opa, geboren 1904, zeigte mitunter solche Anwandlungen. „Det war noch ’ne richtije Frau!“, schwärmte er einmal, als wir einen Revue-Film aus den 30er-Jahren sahen. Marika Rökk sang und tanzte im langen Kleid. „Heute dajejen renn die Meechen alle mit Jiens umher“, beklagte er sich. „Det sieht übahaupt nich schön aus. Und außerdem jibt et jar keene Jeheimnisse mehr.“ Stimmt! Die Mädchen meiner Generation, aufgewachsen in den 70er-Jahren, trugen alle Jeans. Doch irgendwann kamen die langen Hippie-Wallekleider. Und dann glich sich’s wieder aus.

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