Berlin - Heute bin ich leider nicht in der Lage zu schreiben. Ich muss einen Schnaps trinken und mich hinlegen. Deshalb übernimmt jetzt mal der treueste Begleiter, den ich habe: mein innerer Berliner. Los geht’s: „Hallo, hier spreche icke, dit Dubel von dem Typen, der hier sonst immer allet vollschreibt. Er kann leider nich, weil er fast in Ohmacht jefalln is und erst mal örtlich japsen muss. Es hat nämlich Uffrejung jejehm, weil wa beede fast übafahrn wurden. Und zwar bei uns anne Kreuzung von een Typen, der jedacht hat: In jedem Rot is imma ooch ’n bisschen Grün. Der kam mit seine Karre jerade noch zum Stehn.

Wir wollten schon wie ne Rakete hochjehn, dem uffs Dach hopsen, de Kühlerhaube eintreten und den Spiejel abdrehn. Also janz normal reagiern. Aba denn ham wa uns an den schönen Spruch erinnert: Nich ärjern, nur wundern! Ham dem Typen ’n Voorel jezeicht und sind einfach weiterjejangen. Berliner Toleranz bedeutet ja ooch, sich nich uffzurejen. Wenn et danach jeht, sind det allet jar keene richtjen Berliner hier. Wenn de zum Beispiel bei manch een Radfahrer nich schnell jenuch aus’m Weg springst, wirste rund jemacht wie’n Buslenka. Meen Rat, ooch für ’n Blutdruck: Nich ärjern, nur wundern!

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