Restaurants und Clubs am abendlich angeleuchteten Flutgraben.
Foto: Christophe Gateau/dpa

Berlin - Die Infektionszahlen in Berlin sind hoch – ebenso wie die Sorge vor einem neuen Shutdown. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) macht dafür vor allem junge Feierwütige und Clubs verantwortlich. Die Berliner Clubs aber haben nach wie vor geschlossen, jene mit Outdoor-Bereich bespielen in der Regel nur die Außenfläche. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) verteidigte die Clubszene am Mittwoch: „Clubs zum Buhmann zu machen ist hilflos und schräg“, twitterte er. Die Lobbyorganisation Clubcommission agiere verantwortungsvoll, einen regulären Clubbetrieb gebe es derzeit nicht. Mit Blick auf die von drei Bezirken angekündigten verstärkten Clubkontrollen fragt Lederer: „Was soll das?“

Nicht nur mit dem Fingerzeig auf die Clubszene macht Kalayci die Koalitionspartner im Senat ratlos. Erneut schlägt die SPD-Gesundheitssenatorin ein Alkoholverbot als Eindämmungsmaßnahme vor. Der Senat hat ein solches Verbot auf Drängen von Kalayci bereits im August beraten und es als sinnlos verworfen. Seitdem habe sich nichts verändert, hieß es am Mittwoch aus leicht genervten Senatskreisen. Ein Verbot führe nur zu Verschiebungen, nicht zur Lösung des Problems.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.