Berlin - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat das umstrittene Schrittzähler-Projekt für Hartz-IV-Empfänger in Brandenburg verteidigt. „Da gibt es nichts zu verteufeln“, sagte Vorstandsmitglied Heinrich Alt dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Das Jobcenter Brandenburg/Havel hat vergangene Woche 18 ältere Langzeitarbeitslose mit den Geräten ausgestattet, um sie so zu mehr Bewegung zu animieren. Die Aktion ist Teil des Programms „50plus“. Wer innerhalb von 40 Tagen am meisten läuft, bekommt einen Preis. Das Projekt stieß auf Kritik.

Zu Unrecht, wie Alt meint: „Wenn in Managerkursen Schrittzähler getragen werden, ist das eine tolle Idee, wenn es Arbeitslose tun sollen, ist es automatisch Blödsinn.“ Wer sich jedoch gut und fit fühle, habe auch Selbstvertrauen - und bekomme nachweislich schneller einen Job, so Alt. (dpa)