Paul N. kennt die Atmosphäre von Gerichtssälen. Obwohl ihm bereits zwei Monate nach Beginn einer Ausbildung zum Rechtsanwalts- und Notargehilfen gekündigt wurde, trat er so manches Mal in schwarzer Robe vor den Richtern auf. Auch auf der Anklagebank nimmt er bereits zum vierten Mal Platz: Ein kräftiger 24-Jähriger mit dunkelblonden Locken, großen Augen und weichen Gesichtszügen.

Diesmal präsentiert ihm das Landgericht gleich drei Anklagen mit 348 Straftaten. Aufmerksam liest Paul N. mit, während der Staatsanwalt mehr als eine halbe Stunde benötigt, um alle Fälle von Betrug, Urkundenfälschung, falscher eidesstattlicher Versicherung sowie Missbrauch von Berufsbezeichnungen wenigstens andeutungsweise aufzuzählen.

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