Beim Bau des Berliner Hauptstadtflughafens sind Medienberichten zufolge neue Planungsfehler aufgetaucht. Der zentrale Kabelkanal unter dem Terminal des neuen Airports BER sei einem flughafeninternen Vermerk zufolge überbelegt und damit wegen Überhitzungsgefahr nicht betriebsbereit, berichteten der „Spiegel“ und die „Bild“-Zeitung am Wochenende.

Bei vollem Betrieb könnten Leitungen durchschmoren und Kurzschlüsse verursachen, die weite Teile des Flughafens lahmzulegen drohten. Ein TÜV-Berater habe in dem Vermerk vor einer Inbetriebnahme als „grob fahrlässige Handlung“ gewarnt. Zurzeit werde der Einbau einer Klimaanlage geprüft. Sollte sich das als zu kompliziert erweisen, müssten Kabel entfernt werden.

Doch für Ersatzkabeltrassen gibt es dem Bericht zufolge noch keine Planung. Weder die Kosten noch die Dauer der Umbauarbeiten seien abzuschätzen, zitierte der „Spiegel“ aus dem Vermerk. Ein Sprecher der Flughafengesellschaft habe den Vorgang im Kern bestätigt. Derzeit würden „Lösungen erarbeitet“. Laut „Bild“ sucht derzeit eine Arbeitsgruppe des Flughafens nach einer Lösung.

Der milliardenschwere Hauptstadtflughafen sollte schon lange in Betrieb sein. Wegen immer neuer Bau- und Planungsmängel musste der Start aber mehrmals verschoben werden. (Reuters)