Berlin/Potsdam - Nach einigen Stunden kam Roger Fieting auf den vielleicht entscheidenden Punkt an diesem Tag zu sprechen. „Eine weitere Risikominimierung ist nicht möglich“, zitierte er aus einem Dokument, mit dem das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) vor einem Jahr die Festlegung der Abflugstrecken vom künftigen Hauptstadtflughafen BER begründete. Dass es überhaupt ein Risiko gibt, hatte das BAF bisher stets bestritten.

Roger Fieting ist der Vorsitzende Richter, der am Mittwoch die erste Flugrouten-Verhandlung am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) geleitet hat, und das Risiko ist der Forschungsreaktor des Helmholtz-Zentrums in Wannsee. Der Reaktor ist das Detail, das dem Gericht die Wannsee-Route – lärmtechnisch nicht die umstrittenste Strecke – nicht hinnehmbar machte. Nach der BER-Eröffnung sollten bis zu 83 Flugzeuge täglich den Reaktor in nur drei Kilometer Entfernung passieren. Die Maschinen hätten dabei eine Höhe von etwa 2 600 Metern erreicht. Geklagt haben neben der Stadt Teltow, den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow auch mehrere Einzelpersonen.

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