Die Aktivisten der Hausbesetzungen vom Pfingstsonntag in Neukölln und Kreuzberg rufen am kommenden Freitag zu einer Demonstration auf. Die Kundgebung soll ab 18 Uhr auf dem Lausitzer Platz in Kreuzberg stattfinden.

Nach Angaben der Hausbesetzer hat Ingo Malter, Geschäftsführer des städtischen Wohnbauunternehmens Stadt und Land, dem auch das am Pfingstsonntag besetzte Haus in der Bornsdorfer Straße 37 gehört, gegen die 56 Besetzer und Besetzerinnen einen Strafantrag gestellt. Dagegen wollen die Demonstranten protestieren.

Konkret fordern die Aktivisten Straffreiheit sowie die Rücknahme der Strafanzeigen durch das Unternehmen Stadt und Land. Des Weiteren fordern sie „Weg mit der Berliner Linie“. Die „Berliner Linie“ sei zum einen ein Mangel an Kommunikation. Zum anderen sei es die rigide Umsetzung von Räumungsanträgen „mit enormer Polizeigewalt“, welche die Besetzer einer „brutalen Staatsgewalt auslieferte, ohne auch nur einer Person zu ermöglichen, schon vorher das Gebäude zu verlassen.“

„Weg mit der Berliner Linie“

Mit ihren Aktionen in Nord-Neukölln und in Kreuzberg wollten die Besetzer auf den Leerstand von Wohnungen, auf Spekulationen mit Wohnraum und auf Wohnungslosigkeit aufmerksam machen. (mlp)