In einer großangelegten Kinderporno-Razzia haben mehr als 300 Ermittler am Dienstag zahlreiche Gebäude in mehreren Bundesländern durchsucht. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft bestätigte am Abend entsprechende Informationen von „Bild“, „B.Z.“ und Hessischem Rundfunk (HR). Laut HR gab es Hausdurchsuchungen in zehn Bundesländern, darunter in Hessen.

„Es ist ein unheimlich spannendes Verfahren“, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Alexander Badle der dpa. Federführend war nach seinen Angaben die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Gießen. Badle kündigte weitere Informationen für Mittwoch an.

„Bild“ und „B.Z.“ berichteten von mehr als 300 durchsuchten Adressen, darunter 20 Wohnungen und Geschäftsadressen in Berlin - etwa in den Stadtteilen Wilmersdorf, Charlottenburg und Schöneberg. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Die Beamten hätten Dutzende Computer und Unterlagen beschlagnahmt. Mehrere Opfer sollten den Berichten zufolge von der Polizei angehört werden. (dpa)