Berlin - Zur Zeit beraten die Verordneten über den Bezirkshaushalt 2012/2013. Für den Unterhalt und die Modernisierung etlicher Gebäude fehlt dem Bezirk das Geld. So müsste etwa das Amtsgebäude Fröbelstraße saniert werden. Die Kosten liegen bei etwa elf Millionen Euro. Auch die Häuser des Kulturareals Thälmannpark sind marode. Trennen soll sich Pankow auch von der Tucholsky-Bibliothek in der Esmarchstraße. „Wir müssen den Haushalt entlasten“, sagt Bechtler. Die Verordneten haben für Montag eine Sondersitzung einberufen. Dort sollen die Chefs von Liegenschaftsfonds und der Gesellschaft GSE erklären, wie man die Gebäude anderen Betreibern übergibt.

So könnte eine Genossenschaft die Häuser in der Fröbelstraße übernehmen und bezahlbare Wohnungen errichten. Mit dem Geld aus dem Verkauf der Immobilien wollen die Verordneten Kultureinrichtungen und Seniorenstätten weiterfinanzieren. Zurzeit stehen sie auf der Streichliste.

Die Stadträtin für Immobilien Christine Keil (Linke) reagiert irritiert auf die Ideen. „Ich weiß nichts davon“, sagt sie. Indes werfen Verordnete dem Bezirk Untätigkeit vor. „Wir lösen jetzt Aufgaben, die das Bezirksamt längst hätte erledigen müssen“, heißt es.