Wenn man nicht ahnte, dass es Absicht war, man müsste diesen Auftritt von Ulrich Nußbaum als ratlos bezeichnen. Berlins Kassenwart sollte am Dienstag erläutern, wie der Senat mit den Folgen der Volkszählung umzugehen gedenkt. Der Zensus hat die Einnahmen Berlins dramatisch schrumpfen lassen, aber Nußbaum präsentierte noch nicht einmal einen neuen Fahrplan für die Etatberatungen. Stattdessen blieb er vage und lenkte ab.

Nußbaums Verwirrspiel begann bei den nackten Zahlen. Am Freitag hatte er mitteilen lassen, dass auf Berlin allein im laufenden Haushaltsjahr eine Mehrbelastung von rund einer Milliarde Euro zukomme. Einen Rückschlag nannte er das. Nach der Senatssitzung am Dienstag war es plötzlich nur noch halb so schlimm. Anstatt 940 Millionen fehlen jetzt 446 Millionen Euro. Einnahmen von 494 Millionen Euro, die die letzte Steuerschätzung ergeben habe, seien bislang nicht einkalkuliert worden, sagte er.

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