Berlin - Alles, was gut war, das kommt mal zurück, hat Hildegard Knef in ihrem Song „Heimweh nach dem Kurfürstendamm“ gesungen, den ich in den vergangenen Monaten der Pandemie immer wieder gehört hatte. Doch als ich mich nun endlich aufgerafft hatte, mit der Bahn gen Halensee gefahren war und dann um neun in der Früh auf dem Rathenauplatz  stand, also am Anfang des Kurfürstendamms, spürte ich vom Guten nichts. In der Mitte des Platzes umringten scharfkantige Marmorbruchstücke die Skulptur der beiden einbetonierten Cadillacs wie eine feindliche Festung, und ihr Grau spiegelte sich im Zwölfstöcker gleicher Farbe gegenüber. Dessen kleine Schießschartenfenster hinter Bollwerkbalkonen funkelten böse und schwarz.

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