Blick aus einem Hochhaus am S-Bahnhof Bellevue: Der Wagen des Sonderzuges der Freiburg-Fans stand lichterloh in Flammen.
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Berlin/FreiburgRund drei Monate nach dem Brand in einem Sonderzug von Freiburger Fußballfans in Berlin halten Fachleute einen technischen Defekt für die Ursache.

Das Feuer sei durch einen Fehler in der Heizung und die damit verbundene Überhitzung der Anlage ausgelöst worden, hieß es in einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU). Damit wurden erste Annahmen der Bundespolizei am Montag bestätigt. Zuvor hatten mehrere Medien über das Gutachten vom Freitag berichtet.

Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen

Nach dem Unfall mit drei Leichtverletzten war auch spekuliert worden, dass Pyrotechnik der Fans eine Rolle gespielt haben könnte. Nun hieß es, es lägen „keine Erkenntnisse vor, dass das Ereignis auf die Einwirkung Dritter zurückzuführen ist“.

Mit dem Zwischenbericht ist die Untersuchung nicht abgeschlossen. Die Ermittler würden sich laut BEU noch mit der Ausbreitung des Brandes und mit Fragen der Instandhaltung des Zuges beschäftigen. Der Zug war 1954 gebaut worden.

Mit rund 200 Leuten war die Feuerwehr im Einsatz, um den brennenden Waggon des Sonderzuges zu löschen.
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Das Feuer brach am Abend des 19. Oktober auf der Fahrt von Berlin-Charlottenburg nach Freiburg im Breisgau aus. An Bord waren 700 Fans des SC Freiburg, die nach einem Spiel bei Union Berlin nach Hause wollten. Kurz nach der Abfahrt musste der Zug beim S-Bahnhof Bellevue evakuiert werden. Ein Waggon brannte komplett aus. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 155.000 Euro. (dpa)