Die Zahl der Menschen, die in Berlin leben und ausreisepflichtig sind, steigt weiter leicht an. Ende März diesen Jahres waren es 11.905. Ebenfalls leicht nach oben geht die Zahl der Asylbewerber, deren Anträge abgelehnt wurde und die in der Hauptstadt wohnen. Ende März lag sie bei 43.561. Die Zahlen aus der Senatsverwaltung liegen der Berliner Zeitung vor. Sie kamen nach einer Anfrage des FDP-Abgeordneten Marcel Luthe ans Licht.

Zum Vergleich: Ende Juni 2017 waren noch 11.410 Menschen ausreisepflichtig. Die Zahl der abgelehnten Asylbewerber lag noch bei 40.239.

Moralische und bürokratische Hürden

In den meisten Fällen ist die Herkunft der Menschen, die ausreisepflichtig sind, ungeklärt. Das war Ende März 2018 in 1800 Fällen so. 1267 Menschen, die aus dem Libanon kommen, müssten eigentlich ausreisen. Genau wie 915 Menschen mit russischer Staatsbürgerschaft. Zu den Ausreisepflichtigen zählte Ende März ebenfalls 775 Serben, 659 Vietnamesen, 556 Bosnier, 502 Türken, 496 Afghanen und 438 Iraker.

Viele dieser Personen können im Härtefall doch bleiben. Die Zahlen zeigen auch, wie schwierig es ist, Menschen nach Hause zu schicken – moralisch und bürokratisch. In diesem Jahr wurden 308 Personen abgeschoben.