In dem kleinen Büro an der Zinnowitzer Straße in Mitte klingelt dauernd das Telefon. Berliner rufen an, die etwas für Flüchtlinge tun wollen. An mangelnder Hilfsbereitschaft der Bevölkerung liegt es also nicht, dass die Flüchtlingsbetreuung in den vergangenen Wochen teils chaotisch abgelaufen ist. Aber nun soll alles besser werden. Die Berliner Stiftung „Gute-Tat.de“ und die Caritas haben im Auftrag des Senats Vermittlung und Koordination ehrenamtlicher Hilfe für Flüchtlinge in der ganzen Stadt übernommen.

An der Zinnowitzer Straße sitzen jetzt wochentags zu Bürozeiten gleich vier Mitarbeiter am Telefon und nehmen die Angebote von Berlinern entgegen. „Heute hat zum Beispiel ein deutsch-arabisches Ehepaar angerufen und Hilfe beim Übersetzen angeboten“, sagt Lorenz Lauer, Mitarbeiter bei Gute-Tat.de. Er hat das Paar an den Verein „Moabit hilft“ vermittelt. Andere Anrufer wollten ein Fahrrad oder Bettwäsche spenden. Lorenz Lauer hat sie auf die Internetseite „www.berlin-hilft-lageso.de“ hingewiesen, auf der man Spenden eintragen kann. Leute, die noch nicht genau wissen, wie sie helfen wollen, fragt er nach ihren Interessen und Fähigkeiten und vermittelt sie dann an ein Heim oder eine Initiative. Auch die Organisationen können sich mit ihren Wünschen melden.

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