Fehlt es in Deutschland an Fachkräften, laden Politiker oder Manager gerne auswärtige Bevölkerungsgruppen ein, hierzulande tätig zu werden. Das Land Berlin warb angesichts seiner eigenen Personalfehlplanung bereits in Österreich und den Niederlanden um Lehrer.

Die Pflegebranche umgarnt willige Arbeitskräfte aus Albanien. IT-Unternehmen wollten bereits vor Jahren versierte Spezialisten aus Indien anlocken. Zuwanderung scheint also trotz aller AfD-Wahlerfolge vielfach erwünscht und nötig.

Spanier als neue Zielgruppe

Mitunter wirkt es auch schlicht aktionistisch. Die neue Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat nun junge Spanier als neue Zielgruppe entdeckt. In Andalusien stünden doch genug junge Leute auf der Straße herum, sagte die Polizeipräsidentin, die Andalusien übrigens als ihr liebstes Urlaubsziel benennt.

Diese EU-Bürger könnten nach einem Deutsch-Intensivkurs problemlos Berliner Polizisten werden. Jetzt ist es nicht so, dass es der Polizei an Bewerbern mangelt. Es erfüllen nur zu wenige die Mindeststandards.

Nicht alle sind von der Idee begeistert

Im Südspanien nehmen viele die Lockrufe aus Deutschland etwas anders wahr. Die Zeitung in der Hafenstadt Cartagena berichtete dieser Tage von dem jahrelangen Versuch, U-Boote für die spanische Marine zu bauen. Die Ingenieure der dortigen Werft hatten das erste Boot über 75 Tonnen zu schwer gebaut, so dass es bei jedem Tauchgang unwiederbringlich auf den Meeresgrund absinken würde.

Beim Versuch, den Fehler zu beheben, geriet das U-Boot nun viel zu groß, so dass die Hafenanlage teuer umgebaut werden muss. „Mit den Ingenieuren, die nach Deutschland gegangen sind, wäre das nicht passiert“, ätzte ein Kommentator.