Führt der Weg ins Lieblingsrestaurant über eine Treppe, welche Bahnhöfe haben einen Aufzug und in welchen Einrichtungen gibt es eine behindertengerechtes Toilette? Diese Informationen sollen bei der weltweiten Kampagne MapMyDay gesammelt und für jede Stadt auf einer Internetkarte zugänglich gemacht werden. Startschuss ist der dritte Dezember - der Internationalen der Menschen mit Behinderung.

"Wir wollen Leute weltweit motivieren, Teil der Bewegung zu werden und sich für Barrierefreiheit zu engagieren”, erklärte Raúl Krauthausen. Er ist Gründer des Berliner Vereins Sozialhelden und Erfinder von Wheelmap.org. "Wenn jede einzelne Person, die mitmacht, auch nur einmal kurz darüber nachdenkt, ob das Lieblingscafé oder der Bäcker um die Ecke rollstuhlgerecht ist, dann haben wir schon viel gewonnen", ist Rollstuhlaktivist Krauthausen überzeugt.

Unüberwindbare Hürden

Hindernisse im Alltag können viele Menschen ganz einfach überwinden. Doch für Rollstuhlfahrer, aber auch Menschen mit Rollatoren oder auch Familien mit Kinderwagen, sind manche Hürden kaum oder gar nicht zu überwinden. Stufen, Treppen oder defekte Aufzüge sind für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen tägliche Barrieren.

Genau solche Orte will der Berliner Verein aufzeigen. Dafür wurde bereits vor fünf Jahren ein interaktiver Stadtplan entwickelt, auf dem man nachschauen kann, ob öffentliche Orte für Rollstuhlfahrer zugänglich sind oder nicht. In Berlin wurden bereits hunderte Orte eingetragen - darunter Restaurants, Bäckereien, Sportstätten, Hochschulen und touristische Attraktionen. Weltweit gibt es bereits mehr als 600.000 Markierungen. Nach Angaben des Vereins kommen jeden Tag rund 500 neue hinzu.