Berlin - Einem Hungrigen einen Döner schenken? Einem Frierenden zu warmen Klamotten verhelfen? Oder einem Wildmähnigen zu einem Friseurbesuch? Ein kleiner Silberling namens Kiezmarke soll das jetzt unkompliziert möglich machen. Fünf Unternehmen beteiligen sich an der Aktion, die sich „One Warm Winter“ ausgedacht hat. Die Berliner Initiative, die sich seit sechs Jahren für Obdachlose engagiert, hat den Textilriesen C&A und die Sandwich-Kette Dean & David für ihre Aktion gewonnen, aber auch ein paar Kiezläden wie den Friseur Ebony & Ivory und Mustafas Gemüse Döner.

Prominente Unterstützung

Die Idee ist so naheliegend, dass man sich fragt, warum niemand früher darauf gekommen ist: In allen Läden, die sich beteiligen, kann man seit Donnerstag Kiezmarken kaufen – eine vom „Schiller Burger“ ist beispielsweise einen gebratenen Fleischklops im Brötchen wert. Bei nächstbester Gelegenheit kann man den Silberling jemanden in die Hand drücken, der beispielsweise in der U-Bahn nach etwas Essbarem fragt.

Mit genau dieser wohlbekannten Situation spielt das Youtube-Video zu der Aktion: Ein junger Mann schlappt in die U-Bahn, erhebt laut die Stimme, bittet um Aufmerksamkeit. Dann folgen zwei Überraschungen: Der Mann fragt nicht nach einer Spende, sondern preist den neuen Silberling an. Und es ist kein geringerer als der Moderator Joko Winterscheidt, der das Prinzip dieser besonderen Währung erklärt. Wenn sich die Idee herumspricht, und viele Leute die Kiezmarken kaufen, dann beteiligen sich vielleicht bald auch mehr Läden.