Er hat offenbar nicht zum ersten Mal eine Frau verstümmelt. Nachdem Omid Ramadani in Schöneberg eine 37-Jährige schwer misshandelte und zu ermorden versuchte, fahndet die Polizei jetzt öffentlich nach ihm. Wie berichtet, war am 30. Oktober Banafsheh K. in ihrer Parterre-Wohnung an der Langenscheidtstraße verstümmelt worden. Die zehnjährige Tochter der Frau war während der Tat gefesselt und geknebelt in einem Nachbarzimmer. Ein Passant, der die Schreie der gefesselten Frau hörte, rief die Polizei. Die Funkwagenbesatzung, die als erste am Ort war, erlitt einen Schock. Es handelt sich um einen der schwersten Fälle häuslicher Gewalt seit 20 Jahren.

Saß bereits in Holland in Haft

Die Schwerverletzte liegt unter Polizeibewachung auf einer Intensivstation. Die Ermittler konnten sie noch nicht ausführlich vernehmen, weil sie psychisch immer wieder zusammenbricht. Der Täter ist auf der Flucht. Weil nach Angaben der Polizei sämtliche Fahndungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, entschloss man sich nun zur Veröffentlichung von zwei Bildern des Verdächtigen. Der gesuchte Omid Ramadani ist 45 Jahre alt und hat die niederländische Staatsangehörigkeit. Seine familiären Wurzeln liegen im Iran und Irak. Er benutzt auch verschiedene Alias-Namen wie Abdullah Ramezani, Abdullah Ramedani oder Abdullah Ramadani.

Den Ermittlungen zufolge ist er besonders zu Frauen äußerst gewalttätig. Über unterschiedliche Internet-Portale hatte er bereits Kontakt zu aus dem Iran stammenden Frauen gesucht. Nach Informationen der Berliner Zeitung verbüßte er in Holland bereits eine mehrjährige Haftstrafe wegen einer ähnlichen Tat. Sein Opfer hatte sich damals selbst retten können.

„Wir befürchten, dass er Kontakt zu weiteren Frauen sucht, die er unter Umständen bereits zuvor über Internetportale kennenlernte“, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei befürchtet aber auch, dass er in den Iran verschwunden ist. Zwar ist er niederländischer Staatsangehöriger. Doch er hat auch einen iranischen Pass.