Berlin - „In diesem Sommer war eine so große Überschwemmung der Gewässer durch den ganzen Erdkreis unserer Zone, es schien, als ob das Wasser von überall her hervorsprudelte, sogar aus den Gipfeln der Berge, und über die Mauern der Stadt Köln fuhr man mit Kähnen. Donau, Rhein und Main trugen Türme, sehr feste Stadtmauern, Brücken, Häuser und die Bollwerke der Städte davon, und die Schleusen des Himmels waren offen, und es fiel Regen auf die Erde wie im 600. Jahre von Noahs Leben.“

Beschrieben wird hier die große Flut des Jahres 1342, die am 22. Juli, dem St.-Magdalenentag, das Flusssystem Mitteleuropas mit einer Wucht heimsuchte wie seither keine zweite. Eine Pegelmarke am Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser zeigt den bis heute unübertroffenen Stand vom 24. Juli 1342 an, als das Wasser der kleineren Flüsse die größeren erreichte und Regionen großflächig unter Wasser setzte, nachdem es die Umgebung kleiner Flussläufe verheert hatte.

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