Berlin - Der US-Investor Hines ist dem Bau seines geplanten 150 Meter hohen Wohnturms auf dem Alexanderplatz offenbar einen Schritt näher gekommen. Der Aufsichtsrat der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat am Montag beschlossen, dass die BVG eine Nachbarschaftliche Vereinbarung mit Hines zum Schutz der U-Bahn während der Bauarbeiten für das Hochhaus verhandelt und unterzeichnet. 

Grundlage dafür soll eine von Gutachtern der BVG und Hines empfohlene technische Lösung sein, teilte die BVG am Dienstag mit. Die Nachbarschaftliche Vereinbarung ist Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Bebauungsplanverfahrens, das seit Jahren ruht.

Hines-Geschäftsführer Christoph Reschke zeigt sich zufrieden. „Das ist eine hervorragende Entscheidung und ein ganz wichtiger Meilenstein zur Realisierung unseres Bauvorhabens“, sagt er. „Die miteinander gefundene Lösung garantiert der BVG gutachterlich die geforderte Sicherheit für ihre Anlagen.“

Das Hines-Hochhaus soll über dem U-Bahntunnel der Linie U5 errichtet werden. Die BVG will ausschließen, dass der Tunnel im Zuge der Bauarbeiten beschädigt wird. Hines will das Hochhaus am Alex nach Plänen des US-Star-Architekten Frank O. Gehry errichten. Er hatte sich mit seinem Entwurf für einen in sich verdrehten Turm im Jahr 2014 in einem Wettbewerb durchgesetzt. In dem 39-stöckigen Hochhaus sollen ein Hotel und zirka 300 Eigentumswohnungen entstehen.