Dass sich Brautleute rund um die Hochzeit manchmal verrückt benehmen, das ist nichts Ungewöhnliches. Doch der Ausraster dieser Braut aus Kanada ist wirklich einmalig.

Sie regte sich so sehr darüber auf, dass die Hochzeitsgäste nicht bereit waren, 1500 kanadische Dollar für ihre Trauung auf Aruba beizusteuern, dass sie die Feier kurzerhand absagte.

Sie trennte sich von ihrem Verlobten und verkündete, sich nach Südamerika absetzen zu wollen. Vorher aber schrieb sie noch eine pfeffrige Nachricht auf Facebook.

„Verdammte 1500 Dollar. Das ist doch nicht viel!“

In ihrem furiosen Brief gibt die junge Kanadierin, von der nur der Vorname Susan bekannt ist, ihren Gästen die Schuld an der geplatzten Hochzeit. Freunde und Familie seien ihr „fies in den Rücken gefallen“. Sie hätten „ihre Ehe und ihr Leben ruiniert!“ Dabei habe sie doch gar nicht viel gewollt: „Wir haben so viel geopfert und lediglich 1500 pro Kopf verlangt. Das ist echt nicht ungewöhnlich.“

Manche Freunde hätten sogar angeboten, mehr Geld zu zahlen. „Echt, Leute, was sind schon verdammte 1000 oder 1500 Dollar? Das ist doch nicht viel. Das kann man schon mal zahlen.“ Und es sei ganz klar gewesen: Wer das nicht zahlen kann, sei eben nicht eingeladen. Schließlich sei es die Party des Jahrhunderts.

Hochzeitsziel von Wahrsagerin vorhergesagt

Ihr Verlobter und sie hätten bereits 15.000 Dollar angespart. „Da unsere Liebesgeschichte schon wie aus dem Märchen ist, wollten wir eine extravagante bombastische Hochzeit“. Das Hochzeitsziel Aruba habe ihnen eine Wahrsagerin vorhergesagt. Deshalb seien die Kosten aber leider auf etwa 60.000 Dollar angestiegen. Es sei doch klar, dass sie in so einem Fall Freunde und Familie um Hilfe fragen würde. „Wenn ich euch wirklich was bedeute, dann gebt mir mein Scheißgeld für meine Traumhochzeit!“

Irritation und Absagen auf Gästeseite

Leider hätten nur enttäuschende acht Gäste zugesagt und einen Scheck beigefügt. Viele andere hätten deutlich gemacht, das sei wirklich zu viel verlangt. Und manche hätten sogar ihr Geld zurück verlangt. Aber sie habe es behalten wegen des „emotionalen Stresses“, den sie ihr zugefügt hätten.

Ihr Verlobter habe dann tatsächlich vorgeschlagen, stattdessen eine günstigere Hochzeit in Las Vegas zu buchen. „Ich habe ihm ins Gesicht gelacht. Er wollte tatsächlich eine dieser billigen, ekligen, trashigen Vegas -Hochzeiten. Was zum Teufel?“ Sie habe bei dem Gedanken direkt eine Panik-Attacke bekommen.

Die Nachricht endet mit einer Reihe nicht zu wiederholender irrationaler Beschimpfungen und der Aussage: „Ich schließe euch Schlangen alle aus meinem Leben aus.“

Früher sei sie sehr bescheiden gewesen

Ob dieser skandalöse Wutanfall wirklich echt ist, kann nicht ganz bewiesen werden. Allerdings meldete sich unter anderem Susans angebliche Cousine bei Facebook zu Wort: „Ja, sie ist wirklich ein echter Mensch.“ Susan sei schon vorher sehr anspruchsvoll gewesen, erzählte ihre Cousine auf Facebook, aber noch nie so unausstehlich. Das habe in der Familie keiner erwartet.

Früher sei sie sogar lieb und nett gewesen, habe bescheiden auf der Farm ihrer Eltern ausgeholfen. Seit ein paar Jahren habe sie aber materialistische Anwandlungen gehabt und sei geradezu besessen gewesen vom Lebensstil der Kardashians.

Die Cousine vermute außerdem, dass der Post unter Alkoholeinfluss entstanden sei – auch weil er schon 15 Minuten später wieder gelöscht worden ist. (iwo)