Berlin - Der Geräuschpegel stimmt schon mal, obwohl noch gar keine Blaskapelle spielt und nur Handwerker an den Biertischen Mittag essen. Auch die Deko mit Maibäumen, Bierfässern, Kronleuchtern aus Metall und Holzrädern wirkt authentisch. Es überrascht schon, wie man einen alten Betonbau mit Kunstgriffen wie den nachträglich eingebauten Gewölbebögen, Holzfußboden und Paneelen an den Wänden in ein bayerisches Bierlokal verwandeln kann.

Am Freitag eröffnete um 10 Uhr das Hofbräu Berlin an der Karl-Liebknecht-Straße in der Nähe des Alexanderplatzes, den Fassbieranstich gibt es dann am Abend um 18.15 Uhr. Dann heißt es: „O’ zapft is.“

10.000 Besucher täglich erwartet

Ob sich an den langen Biertischen, denen noch die Gebrauchsspuren von verkleckertem Bier und verschütteter Bratensoße fehlen, auch die bayerische Gemütlichkeit einstellen wird, muss sich allerdings noch erweisen. Inhaber Frank Blin hat da keine Bedenken. „Wir haben schon sehr gute Erfahrungen in Hamburg gemacht. Das klappt auch in Berlin“, sagt er. Mit etwa 10.000 Besuchern täglich rechnet Blin, darunter vielen Touristen. Zudem werden täglich Kapellen der Hofbräuhaus-Showband spielen.