Berlin - Er hat einen neuen Anzug gekauft und für seine Körperproportionen ändern lassen. Durchschnittsgrößen passen ihm ja nie, sagt er. Er hat unzählige Male den Brief gelesen, den er am Freitag im Bundestag vortragen wird, die Betonung geübt und sich vorgestellt, wie es sein wird, vor Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Abgeordneten im Hohen Haus zu sprechen. Und er ist, das gibt Sebastian Urbanski offen zu, sehr, sehr aufgeregt. Denn wenn der Bundestag an diesem Freitag an die Opfer der NS-Euthanasie-Morde erinnert, will er alles richtig machen. Der Schauspieler aus Pankow hat das Down-Syndrom. In der Gedenkstunde will er seine Zuhörer zum Nachdenken anregen. Auch durch sein eigenes Beispiel.

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