Horst Buchholz: Halbstark und unvergessen

Schön war er, irgendwie nicht von dieser Welt und nicht wirklich ein typischer Filmheld der Nachkriegszeit. Eher schon so eine Art deutscher Marlon Brando – sexuell ambivalent, attraktiv und rebellisch: An diesem Mittwoch wäre Horst Buchholz 81 Jahre alt geworden. Nun endlich gedenkt die Stadt eines ihrer wirklich großen Stars mit einer Gedenktafel, die der Kulturstaatssekretär Tim Renner am Donnerstag in der Sodtkestraße 11 enthüllen wird. Hier hatte Buchholz von 1938 bis 1951 gelebt.

Geboren wurde Horst Buchholz als Sohn von Maria Hasenkamp in Neukölln – also ein echter Sohn dieser Stadt. Seinen leiblichen Vater lernte er nie kennen, der Legende nach soll dies der Lehramtsstudent Werner Albert Rhode gewesen sein. Kurz nach seiner Geburt gab ihn die Mutter zu Pflegeeltern. Den Namen Buchholz erhielt er 1938, als seine Mutter den Schuhmacher Hugo Buchholz heiratete und ihren Sohn wieder zu sich nahm. Sie wohnten danach in Prenzlauer Berg. Berühmt wurde Horst Buchholz durch seine Rolle als aufsässiger Rebell Freddy Borchert im Film „Die Halbstarken“ und natürlich durch Billy Wilders Komödien-Klassiker „Eins, Zwei, Drei“. (BLZ)