Im Sommer 1990 beschloss Wladimir Kaminer aus Moskau, sein Glück im gerade wiedervereinigten Berlin zu suchen. Der Proviant Marke „Lebewohl“ war längst ausgetrunken, als der Russe im Bahnhof Lichtenberg eintraf. „Die ersten Berliner, die wir kennenlernten, waren Zigeuner und Vietnamesen. Wir wurden schnell Freunde“, erzählte Kaminer, der als Schriftsteller mit „Russendisko“ bekannt geworden ist. Die Bahnreise von Moskau nach Berlin, für die Kaminer 96 Rubel bezahlte, dauerte mehr als anderthalb Tage. Heute sind es rund 20 Stunden. Doch nach dem Fahrplanwechsel im Dezember wird dieser Ost-West-Trip schneller und luxuriöser – für den, der das Geld hat. Die Russischen Eisenbahnen (RŽD) setzen einen neuen Hotelzug ein.

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