In der Debatte darüber, ob auf der Kuppel des wieder errichteten Berliner Stadtschlosses ein Kreuz stehen sollte oder nicht, befürwortet Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) klar das Kreuz. „Die Kuppel trug immer das Kreuz“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Darauf zu verzichten sei „völlig absurd“.

Aus Kauders Sicht ist das Kreuz mittlerweile zu einem „Zeichen der Toleranz“ geworden. Dafür stehe auch der Staat. „In Deutschland können Muslime ungehindert ihre Moscheen bauen und ihren Glauben ausüben, solange die Gesetze beachtet werden.“

Eine Kombination des Kreuzes mit dem - in großen Lettern - Wort „Zweifel“ auf dem Gebäude erschließe sich ihm jedoch nicht, bemerkte der CDU-Politiker. Dies hatten die drei Gründungsintendanten des künftigen Humboldt Forums vorgeschlagen und zur Begründung auf den Zweifel als Kernelement der preußischen Aufklärung hingewiesen.

Das rekonstruierte Berliner Schloss soll von 2019 an unter dem Namen Humboldt Forum ein Kunst- und Kommunikationszentrum werden. Um die Wiedererrichtung des historischen Kreuzes auf der Kuppel gibt es seit Wochen Streit. (dpa)