Berlin - Berlin Hunde rennen auf Spielplätze, toben ohne Leine in belebten Fußgängerzonen und Parks. Selbst bissige Tiere werden von Haltern ohne Maulkorb losgelassen. Das ist laut Hundegesetz tabu, doch die Einhaltung der Regeln wurde bisher kaum gecheckt. Das ändert sich ab heute – mit stadtweiten Kontrollen.

Die Berliner Ordnungsämter machen ernst. Nach dem großen Erfolg einer gemeinsamen Aktion gegen Kampf-Radler im Jahr 2018 geht es diesmal renitenten Herrchen an den Geldbeutel. Unter Federführung des Bezirks Mitte schwärmen Berlins Ordnungsdienst-Mitarbeiter eine Woche lang zu Gassi-Kontrollen aus. 

Überprüft wird bis einschließlich Sonntag, ob Hunde ordnungswidrig auf Kinderspielplätzen unterwegs sind, ob die Tiere eine Steuerplakette und einen Chip haben – und ob die ziemlich komplizierten Regelungen zur Leinenpflicht eingehalten werden.

Ordnungsamt schaut bei bestimmten Tieren genau hin 

Seit dem 1. Januar gilt in ganz Berlin die allgemeine Leinenpflicht für Hunde in der Öffentlichkeit. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen.

Bei bestimmten Tieren, die wegen ihrer Rassenzugehörigkeit als gefährlich gelten, werden die Ordnungsdienst-Kontrolleure besonders genau hinsehen: Sind Maulkorb, Leine, Sachkunde-Nachweis und „grüne Plakette“ am Start?

Der Bezirk Mitte übernimmt die Sammlung aller Kontroll-Ergebnisse, heißt es in einer Ankündigung von Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne). Die festgestellten Verstöße sollen dann nächste Woche veröffentlicht werden.