Wohnhäuser in Tiergarten.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinMit einer Demonstration von Berlin-Mitte nach Schöneberg will ein Bündnis an diesem Sonnabend das Problem hoher Wohnkosten in Erinnerung rufen. Unter dem Titel „Shut down Mietenwahnsinn – sicheres Zuhause für alle“ versammeln sich die Teilnehmer am frühen Nachmittag (14 Uhr) am Potsdamer Platz.

Die Initiatoren warnen vor einer Zwangsräumungs- und Verdrängungswelle im Herbst, wenn Mieter ihre Mietschulden aus der Corona-Krise nicht zurückzahlen könnten. Angemeldet ist eine Demonstration mit 500 Teilnehmern vom Potsdamer Platz nach Schöneberg. 

Erster Schritt zu weiteren Aktionen

„Mit dem Mietendeckel ist die Mietenkrise noch nicht gegessen“, sagte Mit-Initiator Kim Meyer. So würden weiterhin Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt und verkauft.

Das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn fordert, dass Umwandlungen gestoppt, Mietschulden erlassen und Mieten gesenkt werden sowie dass Wohnungslose und Flüchtlinge Wohnungen erhalten. Die Demonstration soll ein erster Schritt zu weiteren Aktionen sein.

Das Hygienekonzept sieht unter anderem ein Maskengebot vor, zudem sollen Transparente zum Abstandhalten aufrufen. Organisatorisch sei man auch auf den Fall vorbereitet, dass mehr als 500 Menschen kommen, hieß es. Ziel des Zuges ist die Kreuzung vor einem Schöneberger Jugendzentrum, dem nach Veranstalterangaben die Zwangsräumung droht.