Berlin - Die Stadt ist in den Monaten der Corona-Pandemie weiter auf den Hund gekommen. Menschen in häuslicher Isolierung, in Heimarbeit, ohne Zerstreuung, ohne Begegnung mit Freunden und Familie haben sich Tiere als Gesellschaft ins Haus geholt. Allein 6000 Hunde mehr als im Vorjahr standen Ende 2020 im Berliner Register. Das Berliner Tierheim, die größte Einrichtung ihrer Art in Europa, bestätigt den Trend. Mitte Mai betreute man 200 Hunde, normalerweise sind es 260. Der Futterlieferant Fressnapf freut sich über nie gekannte Umsätze.

Laut Statistischem Landesamt verzeichnete die Berliner Verwaltung Ende 2020 insgesamt 117.227 ordentlich eingetragene Hunde. Sie leben bei 105.000 Herrchen und Frauchen in Berlin. Für den ersten Hund sind 120 Euro an den städtischen Fiskus zu zahlen, für jeden weiteren 180 Euro. 12,6 Millionen Euro flossen dem Land Berlin im Jahr 2020  aus der Hundesteuer zu, das waren 600.000 mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Nach langjährigen Erfahrungen weiß man, dass 20 bis 30 Prozent der Hunde nicht registriert sind. Von der Steuer befreit sind Exemplare, die Menschen helfen, zum Beispiel Sehbehinderte führen.

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