Es sind Zahlen, die einem den Appetit verderben: Kontrolleure haben in einer Vielzahl von Berliner Gastronomiebetrieben erhebliche Hygienemängel dokumentiert – betroffen sind Restaurants, Cafés oder Bäckereien. „Von den 13.689 in 2017 kontrollierten Betrieben fiel jeder vierte durch, in einigen Bezirken sogar jeder zweite“, erklärt die Verbraucherzentrale Berlin.

Hygienemängel in elf Berliner Bezirken

Die Verbraucherzentrale hatte die Ergebnisse der Kontrollen für das Jahr 2017 bei den Berliner Bezirken angefragt. Die Zahl der Hygiene-Kontrollen in Höhe von 13.689 bezieht sich auf elf Berliner Bezirke – nur Tempelhof-Schöneberg reagierte trotz Nachfrage nicht.

Freidrichshain-Kreuzberg hat die meisten Hygiene-Nachkontrollen

Die Lage in Berlin gestaltet sich je nach Bezirk sehr unterschiedlich: Während die Quote der Nachkontrollen in Mitte bei nur 4,0 Prozent lag, musste in Spandau und Friedrichshain-Kreuzberg fast jeder zweite Betrieb (49,8 Prozent bzw. 49,6 Prozent) nachkontrolliert werden. Auch in Treptow-Köpenick und Reinickendorf lag der Wert bei mehr als 40 Prozent.

Hygiene-Bußgelder in Neukölln am höchsten

In drei Bezirken (Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Treptow-Köpenick) musste kein Betrieb geschlossen werden, in Pankow dagegen lag die Quote der Schließungen mit 12,1 % am höchsten. Bußgelder wurden in Neukölln am häufigsten verhängt, nämlich bei 17,7 % der Kontrollen.

Die meisten Kontrollen wurden 2017 in Charlottenburg-Wilmersdorf (2481) und Mitte (2441) durchgeführt, die wenigsten in Spandau (301). (BLZ)