Wer Ende vergangenen Jahres eine Wohnung in Berlin mieten wollte, sollte dafür im Schnitt 10,80 Euro pro Quadratmeter kalt bezahlen. Dies entspricht einer Steigerung um knapp 12 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2016.

Das geht aus dem Wohnungsmarktbericht 2017 der Investitionsbank Berlin (IBB) hervor, der am Montag präsentiert wurde. Seit dem Jahr 2010 zogen die Angebotsmieten für freie Wohnungen damit um rund 71 Prozent an.

Für Wohnungen in Bestandsbauten wurden 2017 im Schnitt 10,32 Euro je Quadratmeter verlangt, für Neubauwohnungen sollten die Wohnungssuchenden im Schnitt rund 13 Euro bezahlen.

Am günstigsten wohnt man in Marzahn

Die höchsten Angebotsmieten wurden über das ganze Jahr 2017 gerechnet mit 12,77 Euro je Quadratmeter in Mitte verlangt. Dahinter folgen Wohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg mit 12,50 Euro je Quadratmeter, Charlottenburg-Wilmersdorf mit 11,86 Euro und Pankow mit 10,86 Euro je Quadratmeter. Am günstigsten waren Wohnungen in Marzahn-Hellersdorf mit durchschnittlich 7,16 Euro je Quadratmeter.

In den Bericht flossen rund 110.000 Immobilienannoncen aus Berlin und 25.000 Fälle aus dem Umland ein.

Eigenheime in Charlottenburg-Wilmersdorf am teuersten

Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im letzten Quartal des vergangenen Jahres in Berlin für durchschnittlich 435.000 Euro angeboten. Gegenüber dem vierten Quartal 2016 entspricht dies einer Steigerung um 16 Prozent.

Seit dem Jahr 2010 zogen die Preise um 180.000 Euro an, ein Zuwachs um rund 70 Prozent. Gebrauchte Eigenheime verteuerten sich von 375.000 Euro im vierten Quartal 2016 auf 425.000 Euro im vierten Quartal 2017. Im zweiten und dritten Quartal des vergangenen Jahres lag der Preis für gebrauchte Eigenheime sogar auf dem Niveau von Neubau-Eigenheimen. Ein Indiz dafür, dass die Nachfrage nach Eigenheimen sehr groß ist.

Die höchsten Kaufpreise wurden mit durchschnittlich 799.000 Euro in Charlottenburg-Wilmersdorf verlangt. Ebenfalls teuer waren Eigenheime in Steglitz-Zehlendorf, wo im Schnitt rund 598.000 Euro verlangt wurden. Vergleichsweise niedrige Preise verlangte die Verkäufer in den Bezirken Treptow-Köpenick, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Neukölln, wo sich die durchschnittlichen Angebotspreise zwischen rund 344.000 und 380.000 Euro bewegten.