Rüdiger Grube ist optimistisch, dass die Schnellfahrstrecke Berlin–Hannover in absehbarer Zeit wieder durchgehend befahren wird. „Wir sind zuversichtlich, dass wir schnell den Betrieb wieder aufnehmen können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn.

Der Bahndamm zwischen Rathenow und Stendal, der im Juni wegen des Elbe-Hochwassers gesperrt wurde, ist mit Georadar untersucht worden. Die Auswertung soll bald vorliegen. Die ersten Ergebnisse seien positiv, sagte ein Eisenbahner. Offenbar habe die Überschwemmung weniger Schäden verursacht als befürchtet. „Es sieht gut aus.“

Die Bahn möchte die wichtigste ICE-Strecke nach Berlin rasch reaktivieren. Die heutigen Umwegfahrten verlängern die Reisezeiten und erfordern vier weitere ICE-2-Garnituren. Von der Wiedereröffnung würden auch die Pendler, die auf den Zug angewiesen sind, profitieren. Rund 800 Berliner arbeiten bei Volkswagen in Wolfsburg, in der Gegenrichtung gibt es 250 Pendler.

Auf der Stammstrecke, die neben der ICE-Trasse über die Elbe führt, fahren seit Montag wieder Züge – auch ein Intercity, den eine Diesellok von Berlin nach Hannover zieht. Niedersächsische Pendler fordern in einem offenen Brief an Grube einen zweiten Dieselzug. Doch dafür fehlten Fahrzeuge, so die DB. (pn.)