Fast 3000 Gewalttaten wurden im vergangenen Jahr in Berliner Bahnen, Bussen oder auf Bahnhöfen verübt. Darunter waren Körperverletzungen, Raub, Nötigung und Sexualstraftaten. 1172 Verdächtige seien anschließend mit Hilfe von Filmaufnahmen aus den Überwachungskameras identifiziert worden, antwortete die Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der SPD. Die 2868 Gewalttaten verteilten sich auf U-Bahnen und die entsprechenden Bahnhöfe (1977), Busse (562) und Straßenbahnen (329).

Die Polizei forderte 3100 Mal Videoaufnahmen an. 40 Mal konnten die Berliner Verkehrsbetriebe BVG keine Filme liefern, da die Speicherfrist von 48 Stunden überschritten war. Möglich sei auch, dass Polizisten in weiteren Fällen benötigte Filme gar nicht erst verlangten, weil sie wussten, dass die Frist von 48 Stunden abgelaufen waren, hieß es.

Ein Vergleich mit den Zahlen von 2012 sei nicht möglich, weil die statistische Erfassung geändert worden sei. Damals wurden 3183 Fälle von Körperverletzung, Raub, Nötigung und Sexualstraftaten registriert. Das waren 714 Fälle weniger als 2011. Die BVG sah damals eine abschreckende Wirkung der Überwachungskameras in Bahnhöfen und Bahnen auf Täter. (dpa)