Berlin - Bunt, laut groß: Seit Freitag zieht die IFA wieder Interessierte an: Rund 1 500 Aussteller präsentieren sich bis kommenden Mittwoch in den Messehallen unter dem Funkturm. Zu Tausenden drängten sich bereits am Eröffnungstag durch die Gänge zwischen riesigen Flachbildfernsehern, Tablet-Computern und Waschmaschinen.

Ein Koch flambiert Crème brûléé mit dem Bunsenbrenner, Schüler drängen sich an einem Achterbahn-Simulator und in den Papiertaschen der Besucher versinken Schlüsselbänder, Touchpad-Reinigungstücher und Berge von Prospekten.

Wie gewohnt scharren sich die Besucher um die großen Neuheiten- etwa in der Samsung-Halle, wo der weltgrößte Smartphone-Hersteller seine Computeruhr Galaxy Gear präsentiert.

Fragen zum Schutz von Daten und Persönlichkeitsrechten im Netz sind kaum zu hören - und das obwohl zum Messestart neue Enthüllungen über die Ausspähaktionen des US-Geheimdienstes NSA publik werden. Zwar haben die Veranstalter das Ziel ausgegeben, die Messe auch zum politischen Forum zu machen, doch die Besucher kommen eher, um zu staunen. Die Messe wendet sich nicht nur an das jüngere, internet-affine Publikum, sondern auch an Senioren. Für sie gibt es täglich um 10.30 Uhr eine Führung.

Mit rund 1500 Ausstellern ist die IFA inzwischen die weltweit größte Fachmesse dieser Branche. In diesem Jahr soll sie dazu beitragen, dem Smart-TV zum Durchbruch zu verhelfen. Das sind hochauflösende Bildschirmgeräte, mit denen man fernsehen, DVDs und Urlaubsfotos anschauen, im Internet surfen und sogar die Einschaltzeit der Heizung programmieren kann. Den traditionellen Messerundgang bestreitet in diesem Jahr Frank Henkel, der Berliner Innensenator (CDU). (dpa)

Die IFA ist bis zum 11.September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Eine Tageskarte kostet 17, ermäßigt 12 Euro. Kinder bis 6 Jahre sind frei.

Weitere Informationen unter finden Sie unterwww.ifa-berlin.de