Ein BMW-Fahrer ist in der Nacht zum Donnerstag in den Eingang der U-Bahnhof-Station Reinickendorfer Straße (U6) in Berlin-Wedding gefahren. Wie die Polizei mitteilte, raste der Wagen gegen 3 Uhr mit überhöhter Geschwindigkeit über eine rote Ampel, rammte einen Volvo, fuhr dann mehrere Poller und Fahrräder um, bevor er schließlich gegen ein Fußgängerschutzgitter des U-Bahneingangs krachte.

BMW-Fahrer läuft mit Kopfverletzung davon

Der BMW-Fahrer wurde von zwei Passanten aus dem Auto befreit.  Der 54-jährige Fahrer des Volvo gab an, er habe den Mann noch festhalten wollen, dieser sei jedoch trotz einer Kopfverletzung geflüchtet. Passanten seien bei dem Unfall nicht verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Es werde nun geprüft, ob es sich um ein illegales Rennen handelte. Der Hinweis: In der Reinickendorfer Straße entdeckten die Beamten auch einen hochmotorisierten Mercedes. Die beiden Insassen des Fahrzeugs hätten allerdings jegliche Beteiligung an einem möglichen Rennen abgestritten, so der Polizeisprecher. 

Unfall-BMW und Kennzeichen waren gestohlen

Der Unfall-BMW war in der Nacht zu Mittwoch gestohlen worden. Auch die Kennzeichen an dem Fahrzeug waren Diebesgut.

Immer wieder liefern sich in Berlin Fahrer Rennen, etwa im Dezember in Kreuzberg mit zwei Verletzten und acht beschädigten Autos. Vergangenes Jahr wurden zwei Männer erstmals wegen Mordes verurteilt. Die beiden damals 24- und 26-Jährigen hatten bei einem illegalen Autorennen in der Nähe des Kaufhauses KaDeWe einen schweren Unfall verursacht, bei dem ein Mann starb. (kmi/mpu/dpa)