Berlin - Im Corona-Jahr 2020 ist der Straßenverkehr auch in Berlin zurückgegangen. Die Autofahrer standen im Durchschnitt 108 Stunden im Stau – 16 Stunden weniger als im Jahr davor. Statt 32 mussten sie 30 Prozent mehr Fahrzeit einplanen, als wenn die Straßen frei gewesen wären. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Traffic Index des Kartierungsspezialisten TomTom hervor. Doch wer glaubt, dass Corona eine klimafreundliche Trendwende eingeleitet hat, sieht sich getäuscht. „Wir werden in den nächsten Monaten erleben, dass das Verkehrsaufkommen wieder zunehmen wird“, sagte Ralf-Peter Schäfer von TomTom. „Menschen werden zu alten Routinen zurückkehren.“

Zwar sank das Stau-Level auch in Berlin. Im Berufsverkehr am Morgen mussten Autofahrer 40 Prozent mehr Fahrzeit einplanen, als wenn es keine Verkehrsbehinderungen gegeben hätte – das sind neun Prozentpunkte weniger als im Jahr davor. Abends sank das Stauniveau um sieben Prozentpunkte auf 52 Prozent. Doch in anderen Städten waren die Unterschiede zwischen 2019 und 2020 viel größer, die Auswirkungen von Corona auf die Verkehrsgewohnheiten gravierender. So ging das morgendliche Staulevel in Hamburg um 13 Prozent zurück, in München sogar um 16 Prozent.

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