Im Darknet für Sex angeboten: 36-Jähriger erklärt vor Gericht, wie er Mädchen köderte

Berlin - Ein 36-Jähriger, der jahrelang über Chatplattformen Kontakt zu Mädchen aufgenommen und auf Treffen für sexuelle Dienste angesprochen haben soll, gesteht vor dem Berliner Landgericht.

Er habe sich als ein gleichaltriges Mädchen oder als ein jüngerer Mann ausgegeben und ausgetestet, „wie weit ich gehen kann, wie weit die Mädchen gehen“, erklärte der Angeklagte zu Prozessbeginn am Dienstag. Zumeist 13-Jährige habe er getäuscht und sie gedrängt, ihm Nacktfotos zu schicken.

Kinderpornos in Wohnung

Um sexuelle Handlungen in der Realität sei es ihm nicht gegangen. Diese „allerletzte rote Linie“ habe er nicht überschritten, sagte der Eventmanager. Er habe auch nicht daran gedacht, mit den Taten Geld zu verdienen.

Angeklagt sind 36 Taten von 2012 bis zur Festnahme des Mannes im März 2017. Zuletzt soll der 36-Jährige im sogenannten Darknet Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren gegen eine „Provision“ für sexuelle Dienste angeboten haben.

Zudem seien in seiner Wohnung in Berlin-Mitte mehr als 1000 Bild- und Videodateien mit Kinderpornografie sichergestellt worden. Dem Angeklagten werden unter anderem versuchter sexueller Missbrauch und versuchter Menschenhandel zur Last gelegt. (dpa)