Berlin - Die Prüfungsergebnisse von Schülern am Ende der 10. Klassen haben sich im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Sieben Prozent des Jahrgangs schafften nach Angaben der Bildungsverwaltung 2018 gar keinen Schulabschluss. Das ist der schlechteste Wert seit fünf Jahren, in den Vorjahren lag der Anteil der Zehntklässler ohne Abschluss jeweils bei 5 Prozent. An den Sekundarschulen, dem Herzstück der Schulreform von 2010, schafften 13 Prozent der Zehntklässler den Abschluss nicht. Das ist der schlechteste Wert für diese Schulform, seit vor fünf Jahren die zentralen Prüfungen eingeführt wurden. An Gemeinschaftsschulen, einem rot-rot-grünen Lieblingsprojekt, schafften sogar 15 Prozent keinen Abschluss.

„Wir können uns mit den Ergebnissen nicht zufrieden geben“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). „Unsere Anstrengungen müssen im Bereich der Unterrichtsqualität liegen.“ Der Anteil der Zehntklässler, die mit dem Mittleren Schulabschluss die Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe erlangten, lag relativ stabil bei 64 Prozent. Aber mehr Neuntklässler als in den Vorjahren schafften selbst die Berufsbildungsreife, den früheren Hauptschulabschluss, zunächst nicht.