Nach Lidl will künftig auch der Discounter Aldi in den Bau von Wohnungen in Berlin einsteigen. In den kommenden Jahren sei der Bau von rund 2000 Wohnungen an 30 Aldi-Standorten möglich, sagte Jörg Michalek, Geschäftsführer der Aldi-Immobilienverwaltung am Mittwoch in Berlin. Die ersten beiden Projekte sollen in der Sewanstraße in Lichtenberg sowie in der Silbersteinstraße in Neukölln entstehen, wo jeweils etwa 50 Wohnungen geplant sind.

Sie sollen bereits im Jahr 2019 fertig werden. Weitere 15 Projekte seien bereits in der Pipeline, so Michalek. Maßstab bei der Ausstattung der Aldi-Wohnungen seien die Neubauten der landeseigenen Wohnungsunternehmen. Geplant seien bezahlbare Wohnungen, sagte Michalek. Aldi will freiwillig einen Anteil von Sozialwohnungen errichten, ohne dafür die vom Land Berlin angebotene Förderung in Anspruch zu nehmen. Derzeit werden Sozialwohnungen für 6,50 Euro je Quadratmeter kalt vermietet.

Auch Lidl steigt in den Wohnungsmarkt ein

Die übrigen Wohnungen sollen maximal zehn Euro je Quadratmeter kosten. Die Wohnungen sollen an Standorten errichtet werden, an denen sich jetzt eingeschossige Supermärkte mit Flachdach oder Satteldach befinden. Durch die Überbauung sollen die Grundstücke besser ausgenutzt werden.

Der Discounter Lidl hat bereits Projekte in der Prenzlauer Allee und in der Bornholmer Straße realisiert, bei denen Wohnungen über den Filialen entstanden. Dort befanden sich aber vorher keine Flachbauten. Konkret in Vorbereitung ist bei Lidl die Überbauung von drei Flachbauten in Neukölln, Lichtenberg und Mitte. Bei Lidl sollen die Mieten den „üblichen Mieten im jeweiligen Kiez angepasst“ sein.