Berlin - Nach dem Verkauf mehrerer tausend Wohnungen veräußert der Bund die restlichen Teile seiner Immobilientochter TLG. Den Zuschlag für die Gewerbeimmobilien in Ostdeutschland erhält der US-Finanzinvestor Lone Star, wie am Dienstag aus Verhandlungskreisen bestätigt wurde. Die Gewerbeimmobilien hatten zuletzt einen Verkehrswert von etwa 1,4 Milliarden Euro.

Es handelt sich um knapp 800 Objekte – Büros, Läden, Kinos sowie Produktions- und Lagerflächen. In Berlin gehören prominente Immobilien dazu: die Kulturbrauerei an der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg, das Prinzessinnenpalais Unter den Linden in Mitte, das Haus der Elektroindustrie und das Kino Cubix am Alexanderplatz, die „Welle“ mit zwei Hotels und das Haus der Stasi-Unterlagenbehörde an der Karl-Liebknecht-Straße.

Nach einem ersten Anlauf 2008, der wegen der Finanzkrise scheiterte, ist die Privatisierung der TLG Immobilien perfekt. Durch den Verkauf soll sich für die Mieter nichts ändern, hieß es. Es gelte das Prinzip „Kauf bricht Miete nicht“. Mitte November hatte der Hamburger TAG-Konzern rund 11.350 TLG-Wohnungen in Ostdeutschland für 471 Millionen Euro samt Schulden erworben.