Berlin - Es war mal wieder ein Anlass für große Worte in Zeiten von Corona. Einen Tag nach der gescheiterten Ministerpräsidentenkonferenz befasste sich der Berliner Senat am Dienstag mit einem „historischen Ereignis von großer Reichweite“, wie es Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci nannte. Die SPD-Politikerin sprach von einem Impfstoff gegen Covid-19, zu dessen Entwicklung es zuletzt weltweit mehrere ermutigende Meldungen gab. Rund 70 Prozent der Bevölkerung müssten sich impfen lassen, dann wäre das Virus besiegt. Jedoch bleibt die Impfung freiwillig. Das aktuelle Problem ist, dass selbst Kalayci nicht weiß, wann der Impfstoff eingesetzt werden kann. Dennoch solle sich Berlin für den Tag X wappnen.

Eine Nationale Impfstrategie sieht mehrere Phasen vor, derzeit stehen alle am Beginn von Phase 1. Die Strategie geht davon aus, dass als erstes und in großem Umfang das Serum der Firmen Biontech (Mainz) und Pfizer (New York City) zur Verfügung stehen wird. Allerdings gilt dieser Impfstoff als „komplex“, wie Kalayci sagte: Er muss bei minus 80 Grad gelagert werden. Erst in Phase 2 – irgendwann im nächsten Jahr – soll ein weniger anspruchsvoller Impfstoff zur Verfügung stehen. Er müsste nicht so kalt gelagert werden und könnte deshalb nach Vorbild der Grippeschutzimpfungen in Arztpraxen verimpft werden.

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