Berlin - Die Freude war groß, als Katharina Becker (Name geändert) diese Nachricht las. Dass auch chronisch Kranke, die privat versichert und zwischen 18 und 70 Jahre alt sind, nun wie die gesetzlich Versicherten einen Termin für eine Corona-Schutzimpfung erhalten können. So teilte es am Mittwochnachmittag jedenfalls die Senatsgesundheitsverwaltung über die Medien mit. Betroffene mit Attest müssten nur noch die Impfhotline (030)-9028-2200 anrufen, dort die persönlichen Daten hinterlassen, um dann die Impfeinladung per Post zu erhalten. Sofort griff die 35-jährige Lehrerin, die an einem Herzfehler leidet und daher dringend den Schutz vor Corona benötigt, zum Telefon – und wurde Zeuge einer peinlichen Panne. Denn die Mitarbeiter der Impfhotline wiesen die Frau ab. Denn offenbar hatte keiner sie über den Start der neuen Impfregelung für Privatversicherte informiert.

„Eine Mitarbeiterin sagte, dass die Pressemitteilung viel zu früh herausgegangen sei“, sagte Becker der Berliner Zeitung. „Sie erklärte, dass eine Regelung für Privatversicherte noch in Planung ist, und man mir deshalb nicht weiterhelfen könne. Es ist eine Katastrophe, wie die interne Kommunikation zwischen Gesundheitsverwaltung und den Mitarbeitern der Impfhotline offenbar abläuft.“

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