Berlin - Mit Verzögerung startet das Impfen gegen Corona bei den Berliner Hausärzten. Die meisten der etwa 1800 Arztpraxen in der Stadt, die bei der Impfkampagne mitmachen, die laut Bund schon am ersten Tag nach den Osterfeiertagen beginnen sollte, konnten erst am Mittwoch ihren Patienten das Serum anbieten. Denn bei vielen Ärzten traf der bei den Apotheken vor Tagen bestellte Impfstoff von Biontech/Pfizer erst am späten Dienstagnachmittag oder am Mittwochvormittag ein.

So war es auch bei der Wannseepraxis in Zehlendorf. Auf dem Hof haben drei Mitarbeiterinnen ein Zelt aufgebaut, in dem sie am Nachmittag die ersten Impfpatienten empfingen. Danach wird einer nach dem anderen zum Impfen in die Praxis gerufen. „Die Anfrage ist enorm, seit Tagen steht das Telefon nicht still, Patienten mit akuten Erkrankungen kommen schon gar nicht mehr bei uns durch“, sagt die Medizinfachangestellte Dörte Karsch. Bereits am Gründonnerstag haben sie und ihre Kolleginnen eine Sonderschicht eingelegt, eine habe sogar ihren Urlaub unterbrochen, um für den Impfstart nach Ostern bereit zu sein. „Wir haben bis in die Nacht Listen mit Patienten erstellt, die aufgrund des Alters oder einer chronischen Erkrankung die Priorität zum Impfen haben“, sagt Karsch.

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