Aus dem Freundeskreis und von Bekannten war in den vergangenen Wochen schon manche Geschichte über den Versuch erzählt worden, in Berlin einen Impftermin zu bekommen. Die Rede ist ausdrücklich von jenen, die tatsächlich an der Reihe waren, nicht von solchen, die sich vordrängelten und dafür auch noch besonders toll fanden. Die sogenannten Impfberechtigten hingen meist lange in den Warteschleifen, und wenn sie nach schier endloser Verweildauer schließlich das Glück hatten, dass jemand den Anruf entgegennahm, kam es auch schon mal vor, dass sich diese Person schlechter informiert zeigte als der Anrufer.

Als Impfberechtigter der dritten Priorisierungsgruppe ist meine Erwartungshaltung aufgrund dieser Erfahrungsberichte maximal reduziert. Das hat durchaus Vorteile, denn wer den Misserfolg einkalkuliert, senkt die Fallhöhe und geht entspannter an die Sache ran. Eher so nebenbei wähle ich am späten Vormittag also die Nummer der Impf-Hotline, stelle sogleich auf Lautsprecher und lege das Telefon in Antizipation eines langwierigen Geduldsspiels auf dem Schreibtisch ab. Einmal muss nach der ersten Ansage eine Ziffer gewählt werden, um in die nächste Warteschleife geschubst zu werden.

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