Wer sein Kind bei der Kita-Anmeldung noch nicht hinreichend geimpft hat, bekommt es neuerdings mit dem Gesundheitsamt zu tun. Dafür ist in Deutschland in diesem Sommer eigens das Infektionsschutzgesetz geändert worden. Nun müssen Eltern nachweisen, dass eine ärztliche Beratung über einen ausreichenden Impfschutz des Kindes bereits erfolgt ist. „Wenn der Nachweis nicht erbracht wird, benachrichtigt die Leitung der Kindertageseinrichtung das Gesundheitsamt“, heißt es jetzt im Gesetz. Das Amt meldet sich dann bei den Eltern und mahnt ein solches Beratungsgespräch an.

Das scheint durchaus nötig, denn immer wieder kommt es zu einer Welle von Kinderkrankheits-Infektionen, vor allem zu Masern-Epidemien. In Berlin war das zuletzt 2015 der Fall, als in einem Jahr allein in der Hauptstadt 1243 Menschen an Masern erkrankten. Ein Kind starb. Eine lebensgefährliche Angelegenheit also. „Die jährlichen Fallzahlen in Berlin schwanken, der Langzeittrend ist jedoch ansteigend“, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit mit.

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